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Biken im Winter? Ja natürlich!

Biken im Winter? Ja natürlich!

24.11.2016

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung! Hört sich super an und beinhaltet durchaus viel Wahres!

Aber, wenn ich mich an die ersten winterlichen Biketouren mit meinem Mann erinnere, gilt es doch "gute und schlechte Kleidung" etwas genauer zu definieren. Während mein Mann nach der Tour mit seinen Füssen wohl das eine oder andere Spiegelei hätte braten könnte, erinnerten meine eher an Eis am Stiel, wobei ich das Eis am Stiel nur erahnen konnte, da ich sie ja sowieso nicht mehr spürte. Und wir waren wohlgemerkt exakt gleich gekleidet. Es ist somit wichtig, herauszufinden was die persönlichen Bedürfnisse sind. Jeder von uns hat wohl den einen Kollegen, der auch bei 10 Grad Minus noch im T-Shirt draussen herumläuft und, um die Komfortzone zu erreichen, wohl noch ein paar Grad weniger vertragen könnte. Sollte sich jemand von euch in "diesem Kollegen" gerade selber erkennen, darf er den Computer jetzt herunterfahren. Ihr habt es echt einfach! Für alle anderen möchte ich einige Tipps anfügen, wie ihr warm und sicher durch den Winter kommt. Nur wegen der Kälte sollte auf winterliche Biketouren nämlich auf keinen Fall verzichtet werden. Es ist einfach zu schön die Trails auch mal in ihrem Winterkleid zu erleben. Und wer im Winter fleissig technisch unterwegs ist, darf sich im Frühling durchaus auf ein AHA-Erlebnis freuen, denn "aller Anfang ist schwer" fällt dann irgendwie weg, auch bei den technischen Fähigkeiten.
 
Warme Füsse
 
Der erste und einfachste Tipp, den ich euch geben kann! Kauft die Schuhe angenehm gross! Denn wer vorne bei den Zehen keinen freien Platz mehr hat, der kann auch keine warme Luft speichern. Und beim Kauf darf gerne bedacht werden, dass die gut durchbluteten Füsse ein bisschen grösser sind als die kalten. Ich füge hier das Beispiel vom Fingerring an, der einem bei kalten Händen vom Finger rutscht und bei warmen Händen auch mit Gewalt nicht zu entfernen ist. So verhält es sich in gewissem Masse auch mit den Füssen. Deshalb, lieber eine halbe Nummer grösser bei der Wahl der Schuhe. Dann gibt es natürlich super Überschuhe in allen möglichen Ausführungen (gross, klein, dick, dünn, winddicht, wasserdicht usw.). Lass dich dazu am besten gleich im BigFriends Shop beraten. Aber an dem Punkt sind wir natürlich noch lange nicht am Ende der Möglichkeiten angelangt. Es gibt inzwischen beheizbare Innensohlen, die in deinem Schuh das bevorzugte Wohnzimmerklima garantieren. Weiter gibt es Wärmebeutel, die aktiviert und in den Schuh gelegt werden können. Und wer gerne zu Hausmittelchen greift, soll es doch mit der altbekannten Alufolie versuchen. Einfach die Innensohle herausnehmen, ein paar Schichten Alufolie in den Schuh legen und die Sohle wieder in den Schuh (auf die Alufolie) legen. So, nun sollte es eigentlich gut sein. Und wenn nicht, hilft wohl nur noch der Plastiksack, den du dir über die Füsse stülpst, bevor du in die Schuhe steigst. An dem Punkt war ich durchaus auch schon.
 
Warmer Kopf
 
Kluge Köpfe schützen sich und zwar im Winter nicht nur mit einem Helm. Es ist inzwischen reichlich bekannt, dass wir am Kopf die meiste Körperwärme verlieren. Der Helm schützt in dem Fall nicht, da er eher darauf ausgelegt ist, Hitze abzuleiten. Ihr solltet somit unbedingt etwas drunter ziehen. Das kann eine Mütze sein oder ein Baff, Hauptsache auch deine Ohren finden darunter Platz. Dann habe ich dank meiner kleinen Tochter noch eine tolle Entdeckung in der Babyabteilung gemacht. Es gibt Baby Kälteschutzcrème, die sich auch hervorragend für unsere kälteempfindlichen Näschen und Bäckchen eignet.
 
Warmer Torso
 
Wer sportlich unterwegs ist kennt inzwischen das Zwiebelprinzip. Man zieht nicht mehr eine dicke Jacke an, sondern mehrere Schichten an Funktionskleidung. Je nach Bedarf können dann Schichten entfernt oder hinzugefügt werden. Hier hilft am besten die Erfahrung. Wie viele Schichten sind sinnvoll? Was ist zu viel? Auch ich habe schon die Nähte meiner Trikottaschen strapaziert, weil ich aufgrund einer Temaperatur-Fehleinschätzung neben Riegel, Tool, Mobiltelefon, Schlüsselbund, Veste, Handschuhe, Softsshell Jacke, Baff und Mütze dann auch noch das Langarmtrikot in der kleine Aussparung am Rücken unterbringen wollte.
 
Warme Hände
 
Hier gibt es eigentlich nur eine gute Lösung und das sind qualitativ gute Handschuhe. Zusätzlich gibt es natürlich auch für die Hände Wärmebeutel und wer sich ein Härtefall nennen darf, kann sich unter die Handschuhe ein paar handelsübliche Gummihandschuhe ziehen. Die Finger sind dann vor Wind und Nässe geschützt, leider kann dann jedoch auch der Schweiss nicht mehr abtransportiert werden.
 
Weitere Tipps
 
Trinken, ihr müsst trinken!! im Winter merken wir leider nicht, wie viel Wasser wir durch die Atmung und die Transpiration verlieren. Das Durstgefühl stellt sich viel weniger schnell ein. Trotzdem haben wir Bedarf an Flüssigkeit. Versucht deshalb bewusst zu trinken. Auch etwas zu Essen solltet ihr immer mit dabei haben. Der Körper braucht bei Kälte mehr Energie (auch wer nicht friert muss zum Beispiel die kalt Luft bei der Atmung erst aufheizen).
Dann ist auch die Reifenwahl sehr wichtig. Mit einem Reifen mit guter Traktion ist man durchaus im Vorteil. Auch sollte das Bike nach JEDER Tour gewaschen werden. Im Winter wird das Bike viel mehr mit Salz belastet, was für das Material eine unglaubliche Härteprüfung darstellt. Deshalb, wer sein Bike liebt kann auch noch 10 Minuten länger auf die heisse Schoggi Mèlange warten.
Und zu guter Letzt, im Winter vermissen wir leider nicht selten die schönen langen Sommerabende. Wir können sie uns zwar leider nicht herbeizaubern aber mit einem tollen Trail-Licht (z.B. von Light Motion) lassen sie sich durchaus ein bisschen simulieren. Und wer schon einmal einen Night Ride mitgemacht hat der weiss, man erlebt die Hausrunde sogleich in einem ganz neuen Licht.
 
In dem Sinn! Das ganze BigFriends Team wünschen euch einen super Start in die Wintersaison! Bei Fragen jeglicher Art stehen wir euch natürlich sehr gerne zur Verfügung!
 
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